"Höörder" geht's nimmer

Elf Teams traten zu den ersten "Highland Games" auf dem Haarder Sportplatz an. Der Schottenrock war Pflicht.

Quelle:  inFranken.de vom 21.08.2017

 

hooerder



Nicht nur schottische Dudelsackmusik herrschte am Samstagnachmittag am alten Haarder Sportplatz - bei den "1. Höörder Highland Games" ging es ganz und gar sportlich, schottisch zu. Eine offene Ausschreibung des SpVgg Haard ging an alle "Clans" unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Haut- oder Haarfarbe, Muttersprache, Religion, politischer Gesinnung, Schuhgröße oder Gesinnung. Einzige Bedingung: Der Auftritt hat im Schottenrock zu erfolgen.






Drei Damenmannschaften

Insgesamt elf Teams, mit meist wohlklingenden Namen Crazy Noodlecreek Heros (Nüdlingen), Franconia Celtics (Haard), Mac Cutting Choppers (Nüdlinger Gemeinderat), und die Nüdlinger "Highland Hasen", eine der drei Damenmannschaften folgten dem Aufruf und traten an. Was auf den ersten Blick noch ganz einfach aussah, wie "Stone of Manhood", und das mit "Tragen von Gewichten", in dem Fall von Milchkannen, erwies sich in der Praxis als schweißtreibende, kräftezehrende Disziplin. Mit zwei Milchkannen à 25 Kilogramm, beziehungsweise 35 Kilogramm für die Männer, eine Strecke von 100 Metern zu bewältigen, stellte viele der Teilnehmer vor schier unlösbare Probleme.
Auch der Strohsackhochwurf scheiterte oft schlicht und einfach an der richtigen Technik - wer verlädt heute noch Strohgarben mittels Gabel auf einem Heuwagen? Für die Kinder hatten die Veranstalter für den Vormittag die "Kinder Highland Games" durchgeführt, und die Kleinen durften dann auch nach der "Targe of Gordon Drum & Pipe Band", einer Dudelsackkapelle aus Fulda, zusammen mit den Clans einmarschieren.

 


Auch Glück gehört dazu

Aber zurück zu den von Jürgen Stickelbrock, dem Präsidenten des Deutschen Highland Games Verbandes, moderierten Wettbewerb. Steinstoßen, Stammziehen und Timberwalk, auch diese drei Disziplinen erforderten neben Kraft auch Hirnschmalz für die nötige Technik. Dies umsomehr beim Baumstammslalom, bei dem die ganze Gruppe mit einem Stamm auf dem Rücken einen engen Parcours zu bewältigen hatte. Geschicklichkeit und ein Quentchen Glück brauchte man beim Hufeisenwerfen, und da bewiesen die Haard Chor Ladies ihre Stärke. Eine Steinkugel mit 90 Kilogramm auf einen 1 Meter hohen Baumstamm zu wuchten, das trauten sich selbst nicht alle Männer zu und scheiterten des Öfteren sogar an der mit 75 Kilo etwas leichteren Kugel, die aber nicht so viele Punkte brachte.
Geschätzte 500 Besucher ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Tauziehen und Cabertoss, ein Baumstammwerfen mit Überschlag des Stammes blieben ohne ernsthafte Verletzungen, so dass die ersten Höörder Highland Games, für die Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner die Schirmherrschaft übernommen hatte, ein voller Erfolg waren.

 

 

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